Rückholung nach Leipzig

Endlich bei der Familie -
In Rekordzeit nach Hause

80-jährige Patientin mit Lungenentzündung
erfolgreich aus Österreich geholt

Von Peter Güttinger

An BordEs sollte ein Erholungsurlaub werden, über Pfingsten im schönen Österreich. Mit der Familie an ihrer Seite so richtig Ausspannen und die herrliche Landschaft genießen können. Erst letztes Jahr hatte Iris Schwertl (Name geändert) eine neue Herzklappe eingesetzt bekommen und freute sich nun darauf, endlich wieder nach Schwarzach in den Urlaub fahren zu können. Dann kam jedoch alles anders.

Die Fahrt dauerte länger als erwartet und die Aufregung des Ortswechsels schienen anstrengender gewesen zu sein, als gedacht. Bereits am Samstag eine Woche vor Pfingsten bekam Frau Schwertl starke Atemnot und Schmerzen in der Brust. Anfangs dachte sie noch, dass sich die Symptome wieder legen würden, doch schon am Montag wurden die Beschwerden so schlimm, dass die Familie beschloss, die Oma ins nahegelegene Ortskrankenhaus zu fahren. Dort stellte der zuständige Oberarzt sogleich auch die richtige Diagnose: schwere Lungenentzündung mit Atemnot. Er ordnete sofortige Bettruhe an und Frau Schwertl wurde umgehend stationär behandelt. Aufgrund des Befundes durfte sie das Krankenhaus auf unbestimmte Zeit nicht verlassen.

Krankenwagen vor OrtDa keine andere Möglichkeit blieb, verbrachte die Familie die restliche Woche des Urlaubs in Österreich und besuchte Frau Schwertl jeden Tag. Am Abreisetag verweigerte der Oberarzt jedoch die Heimreise von Oma Schwertl, da sie durch ihren Gesundheitszustand auf keinen Fall in der Lage gewesen wäre, die 7 Stunden Fahrt nach Deutschland durchzustehen. Also entschloss man sich schweren Herzens ohne Omi zurückzufahren und sie später einfach nachzuholen.

Doch da erinnerte sich Frau Schwertl daran, dass sie seit letztem Jahr Mitglied bei der IFA Flugambulanz war. Ein kurzer Anruf am Pfingstmontag bestätigte dann auch das, was alle gehofft hatten: tatsächlich, die Mitgliedschaft war gültig, die Rückholung gesichert! Von Leipzig aus setzte man nun alle Hebel in Bewegung.

 Der Chief Medical klärte die medizinischen Details mit Schwarzach, die Wunschklinik in Borna wurde für die Aufnahme vorbereitet und das Spezialflugzeug startete mit dem medizinischen Team umgehend nach Österreich. Dort, wie auch in Leipzig, war bereits alles vorbereitet, so dass die Patientin ohne Verzögerung transportiert werden konnte.

17 Stunden nach dem Notruf war Frau Schwertl im Krankenhaus in Deutschland und lachte wieder über beide Ohren. Ihre Familie freute sich riesig mit ihr.