Rückholung von Split nach Nürnberg

Gesundheit und Sicherheit als höchstes Gut: IFA geht auf "Nummer Sicher".

Krankenhaus diagnostiziert Thrombose mit Gefahr auf Lungenembolie bei Zahnarzt aus Hilpoltstein.

Von Peter Güttinger

 Alles begann wie in einem Traum. Als Dr. Berndt Dieter W. seinen lang ersehnten und wohlverdienten Urlaub plante, war für ihn die Welt noch in Ordnung. Er hatte alles wohlüberlegt geplant, vorbereitet und sich darauf gefreut, gemeinsam mit seinen Freunden eine entspannte Zeit auf der Insel Split in Korsika zu verbringen. Sonne tanken, Energiereserven auffüllen, eine schöne Zeit mit Gleichgesinnten zu verbringen und einfach mal die Seele baumeln lassen, das Leben genießen. Das war sein Plan. Das hatte auch in Vergangenheit immer gut funktioniert und so verließ er sich auch dieses Mal wieder darauf, dass alles reibungslos verlaufen würde. Der Urlaub würde ihm guttun und er würde erholt und gestärkt daraus zurückkehren.


AKTION "IFA HILFT!": Im Rahmen unserer Aktion „IFA hilft“ übernehmen wir in besonderen Fällen die Rückholung auch für Nichtmitglieder.

Dann begann der Albtraum. Zuerst schleichend, in Form eines ungemütlichen Drucks im rechten Unterschenkel. W. ignorierte diesen Umstand zunächst und schob es auf den anstrengenden Tag und die Müdigkeit. Sie waren tagsüber segeln gewesen und er musste sich erst wieder an die Bewegungsabläufe gewöhnen. Außerdem wollte er das Abendessen nicht ruinieren. Am nächsten Tag war der Druck allerdings immer noch da und dazu kam noch ein gewisses unbehagliches Gefühl. Außerdem hatte er den Eindruck, dass sich der Muskel fester als sonst anfühlte. “Muskelkater”, dachte er sich, “dagegen hilft nur weitermachen”. Also stiegen alle wieder an Bord und segelten hinaus auf das Meer, um schließlich abends den wunderschönen Sonnenuntergang bei einem guten Glas Rotwein genießen zu können. Glücklich und zufrieden stand W. am Ruder und ließ sich den frischen Wind um die Ohren wehen. Dann bekam er den ersten krampfartigen, stechenden Schmerz, so dass ihm sofort schwindelig und übel wurde. Seine Freunde halfen ihm, sich hinzulegen, der Schmerz blieb. Er nahm sogar weiter zu und dass Bein schwoll so stark an, so dass man schnell übereinkam, dass Schmerzmittel alleine hier nicht weiterhelfen würden. So beschloss man, W. schnellstens in ein Krankenhaus vor Ort zu bringen.

Freitag, 17. Juni - “Die junge Ärztin war sehr bemüht und versicherte mir, dass sie eben erst in Heidelberg eine Einweisung in die Verwendung des Ultraschallgeräts erhalten hatte.” erinnert sich W. Thrombose im Unterschenkel diagnostizierte die Ärztin. Allerdings könnte sie keine weiter gehende Diagnose darüber oder eventuelle andere Ursachen abgeben, da die notwendigen Gerätschaften nicht vor Ort zur Verfügung stünden. Deshalb empfahl sie die sofortige Verlagerung von W. in eine Fachklinik in Deutschland, denn das Risiko von Komplikationen, insbesondere einer Lungenembolie sei sehr hoch und diese kann lebensbedrohlich sein. “In hatte einfach nur Angst und wollte so schnell wie möglich nach Hause”, so W. Doch wie sollte das möglich sein. Selbst fahren kam nicht in Frage und seine Freunde konnten “seinen sicheren Transport natürlich nicht garantieren”, wie er sagte. “Ich hatte mit meiner Mitgliedschaft eine Zusatzleistung beim ADAC gebucht, die mir garantiert, dass ich in solch einem Fall zurückgeholt werde”. Darauf verließ er sich nun und rief dort an, zuversichtlich, bald in bester medizinischer Behandlung zu sein.

Samstag, 18. Juni - Auf Anfrage von W. beim ADAC sei eine Rückholung nicht dringend notwendig. Er könne aber bei der nächsten Sammelrückholung am nächsten Donnerstag mit dabei sein. “Ich stellte mir das vor, wie bei einem Viehtransport und wollte nicht lockerlassen, schließlich wusste ich, dass mir Lebensgefahr drohte. Doch ich wurde immer wieder hingehalten und auf irgendwelche fehlenden Dokumente verwiesen”. In seiner verzweifelten Situation versuchte W. nun alle Hebel in Gang zu setzen, aber vergebens. Für ihn schien es nur eine einzige Möglichkeit zu geben: abzuwarten und zu hoffen, dass sich seine Lage nicht verschlimmerte. “Ich hatte Todesangst,” gestand W. “ich war wütend und fühlte mich verraten.”. Seine Frau versuchte ihn am Telefon zu beruhigen, als ihr plötzlich einfiel, dass sie doch vor vielen Jahren einmal eine Mitgliedschaft bei der IFA abgeschlossen hatten.

Sonntag, 19. Juni - Von jetzt an ging alles sehr schnell. Ein Anruf in der IFA-Zentrale bestätigte die Vermutung, W. war Mitglied und zu einer Rückholung berechtigt. In kürzester Zeit wurde der medizinische Befund im Arzt-zu-Arzt-Gespräch telefonisch abgeklärt und sofort die Entscheidung gefällt: die IFA holt W. zurück. “Die Professionalität, mit der die IFA-Mitarbeiter vorgingen, gab mir Sicherheit und ich hatte erstmals wieder Hoffnung, dass ich diesen Horror überstehen würde.”, erinnerte sich W. Noch am selben Abend waren alle Daten abgestimmt und die notwendigen Ärzte standen bereit. “Als ich hörte, dass Prof. Dr. Wagner den Flug persönlich begleiten würde, war ich sicher, alles wird gut”.

Montag, 20. Juni - 08.30 startete der Flug vom Nürnberger Flughafen, während das Krankenhaus W. transportbereit machte. Gegen 14:00 Uhr trafen Prof. Dr. Wagner und seine Begleiterin in der Flughafenlounge ein und wurden von W. sichtlich erleichtert empfangen. Nach kurzer Untersuchung zeigte sich auf Prof. Dr. Wagner entspannt und war zuversichtlich, die medizinische Versorgung während des Rückflugs sicherstellen zu können. So wartet man gemeinsam auf die Freigabe des Rückflugs und genoss die letzten Sonnenstrahlen auf Split, bis man schließlich, zurück am Flughafen Nürnberg, von der Ambulanz in Empfang genommen wurde. W. verabschiedete sich nochmals herzlich von seinen Begleitern und wurde umgehen ins Klinikum Süd gebracht, wo man für alle Eventualitäten gerüstet ist.

Ende gut, alles gut. - “Ein Traum”, schwärmt W. nachträglich. “Hätte ich mich früher an meine Mitgliedschaft bei der IFA erinnert, wären mir einige Sorgen erspart geblieben”. “Wir gehen in solchen Fällen keine Risiken ein.” erzählt uns Dr. Wagner, “wenn bei einem Patienten eine lebensbedrohliche Situation besteht, gibt es überhaupt kein Zögern. Da muss sofort gehandelt werden”. W. ist sich sogar sicher, dass das schnelle Eingreifen der IFA “Schlimmeres verhindert hat”.